Ecuador - Chimborazo Januar 2017 - Teil 1

Gipfel : Cerro Panecillo (3004m); Cerro Chalata (4200m); Chimborazo Veintimilla (6228m) 

Gipfelstürmer : Hias; Blacky

Hütte : Lodge Estrella del Chimborazo

Link zu Tour :

GPSies - Chimborazobesteigung inkl. Trekking

Tourenbeschreibung:

Anfang 2017 erwartete uns ein weiteres Abenteuer in Südamerika. Nachdem wir 2014 bereits in Argentinien den Aconcagua bestiegen haben wollten wir unbedingt nachmal zurück nach Südamerika.

Ganz spontan haben wir uns dann im Dezember 2016 für eine Reise nach Ecuador mit einer Besteigung des Chimborazo entschieden. Mit knapp 6300m ist der inaktive Vulkan der höchste Berg Ecuadors und der Gipfel ist vom Erdmittelpunkt gerechnet der höchstgelegenste Punkt auf der Erdoberfläche.

Bekannt ist der Chimborazo auch durch den Besteigungsversuch Alexander von Humbolts im Jahre 1802. Damals galt der Chimborazo noch als höchster Berg der Welt, da das Himalaya noch nicht entsprechend vermessen war.

Wie bereits bei unseren letzten Reisen machten wir uns wieder mit dem DAV Summit Club auf den Weg nach Südamerika.

Hier die Ankunft am neuen Flughafen in Quito dem "Aeropuerto Internacional Mariscal Sucre".

Quito ist mit einer Höhe von 2850m die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Hier ein Ausblick vom Hotelzimmer. In Quito herrscht ein sehr feuchtes und wechselhaftes Klima. Trotz der Höhe ist es nicht besonders kalt und wir wurden immer wieder von Gewittern und Regen überrascht.

Gleich am ersten Abend wurde die lokale Grill- ...

... und Braukunst getestet.

Am nächsten Morgen lernten wir dann unseren einheimischen Bergführer Emilio kennen.

Eine erste Rundfahrt durch Quito zum Kennenlernen.

Überall am Strassenrand bieten die Händler ihre Speisen an. Laut Emilio sind viele Sachen jedoch nicht für uns geeignet.

Wir besuchten das Museum am Äquator der ca. 20Km ausserhalb von Quito vorbei führt.

Blacky und Hias auf 00° 00´ 00"

Äquatordenkmal "Mitad del Mundo".

Danach machten wir uns auf den Weg in die Altstadt zum Independence Square.

Weiter geht es zur Statue "Virgin del Panecillo" auf dem in der Stadt gelegenen 3000m hohen "Hügel" Cerro Panecillo.

Von hier hatten wir einen tollen Blick auf die Altstadt mit der Basilica del Voto Nacional.

Hier auch noch die Basilica aus der Nähe.

Am nächsten Morgen starteten wir nach Süden Richtung Riobamba. Dieser Abschnitt der Panamericana wurde von Alexander von Humboldt auch "Straße der Vulkane" genannt, da sich hier links und rechts der Straße die teilweise über 5000m hohen Vulkane (zb. Coracon, Cotopaxi, Iliniza, Quilotoa, Tunguruhua) aneinander reihen.

Wir besuchten auch noch den Cotopaxi Nationalpark.

 

Emilio erklärte uns den Gletscherrückgang der auch in Südamerika zu einer deutlichen Veränderung der Flora und Fauna führt.

Bei der Hacienda Tambapaxi machten wir Pause und hofften auf ein schönes Foto vom Cotopaxi.

Ganz kurz erhaschten wir durch die Wolken einen Blick auf den 5897m hohen und somit zweithöchsten Gipfel Ecuadors.

Der Cotopaxi ist einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Durch mehrere Eruptionen in der letzten Zeit kann der Berg auch nicht bestiegen werden. Die Einheimischen gehen stark davon aus, dass ein Ausbruch kurz bevor steht.

Ankunft in Riobamba in unserem Hotel.

Von aussen ist das "Santa Isabella" eher unscheinbar ...

aber innen ein echter "südamerikanischer Traum".

Am folgenden Tag starteten wir dann mit dem Trekking und der Höhenanpassung.

Hier führte uns die Bergsteiger Legende Marco Cruz entlang eines alten Handelspfads.

Ausblick auf die umliegende Landschaft und im Hintergrund Riobamba.

Zum ersten mal zeigte sich dann auch der Chimborazo mit Gipfel. Wenn man bedenkt dass wir uns bereits auf ca. 4000m befinden schon sehr beeindruckend.

Marco Cruz führte uns zur Lodge Estrella del Chimborazo unserem Basislager für die nächsten Tage.

Der Aufenthalt in der Lodge von Marco Cruz ist ein wesentlicher Bestandteil und auch ein Highlight bei dieser Tour.

Unser Zimmer im "Basislager" :-)

Die nächste Akklimatisierungstour stand am darauffolgenden Tag auf dem Plan.

Wieder mit dabei, Marco Cruz.

Nachdem wir anfangs durch heisse Sanddünen gewandert sind, wurde das Wetter weiter oben immer rauher und kälter.

Ankunft bei der Carrel Hütte auf 4850m. Die Hütte wurde nach den Erstbesteigern (und Brüdern) Louis und Jean-Antoine Carrel benannt, die zusammen mit Edward Whymper 1880 den Chimborazo zum ersten mal bestiegen haben.

 

In der Hütte konnten wir uns die verschiedenen Aufstiegsmöglichkeiten anschauen. Wobei durch den Gletscherrückgang fast nur noch die lange Route über den (linken) Bergrücken zum El Castillo möglich ist. Die anderen Routen sind wegen Steinschlaggefahr und überhängenden Seracs zu gefährlich.

Hier sieht man auch noch die genaue Vermessung der beiden Gipfel Chimborazo und Mt. Everest im Vergleich.

Etwas oberhalb befinden sich auch ein Denkmal und viele Erinnerungstafeln für die (über 100) verunglückten Bergsteiger.

Das Eingangstor zum Naturschutz-Reservat.

 

Eine weitere Eingehtour sollte am nächsten Tag auf fast 5500m zu den "Charmonix Nails" gehen.

Start war hierzu bei der Carrel Hütte, danach zur Whymper Hütte und dann weiter der ursprünlichen Whymper Route entlang. 

Das Wetter war heute nicht auf unserer Seite.

Die Charmonix Nails sind eine markante Gesteinsformation die schon von weitem zu sehen ist.

Das Wetter war schlecht aber die Laune gut :-)

Abends zeigte sich der Chimborazo dann in voller Pracht.

Der Chimborazo wird von den Einheimischen auch "Eisiger Thron Gottes" genannt.

Abendstimmung in der Lodge. Ein herrliches Platzerl um sich von den Anstrengungen des Tages zu erholen.

Und immer wieder der Blick zum Berg.

Auch früh morgens hatten wir wieder eine beeindruckende Sicht auf den Gipfel.

Frühstück :-)

Bevor wir das erste mal ins Hochlager aufbrechen legten wir noch einen Erholungstag ein, den wir für eine ausgiebige Stadtbesichtigung in Riobamba nutzten.

Marco Cruz der von den Einheimischen auch Don Marco genannt wird war wieder mit dabei und führte uns durch die Stadt und zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Ein Besuch auf dem lokalen Markt musste natürlich auch sein. Schweinebraten ist hier sehr beliebt.

Manche Speisen die angeboten wurden waren jedoch teilweise auch eine Herausforderung für unseren Geruchssinn. ;-)

Wir konnten oft nicht mal erkennen was es war.

Die Angebotsvielfalt an frischen Früchten und Gemüse ist dagegen schon beeindruckend.

Es gab viel zu entdecken.

Um unser Bergabenteuer nicht zu gefährden hörten wir auf den Rat von unserem Führer und probierten hier keine Gerichte.

Die Kathedrale von Riobamba.

Hier ein typischer Eisverkäufer.

Ein Besuch beim letzten "El Hielero" musste natürlich sein.

Als einer der Letzten holt er noch Eis vom Chimborazo Gletscher und bringt es dann mit dem Esel nach Riobamba.

Seine Frau verwendet dieses Eis dann für leckere Fruchtsaftgetränke und Früchteeis.

Das mussten wir natürlich probieren :-)

Zum Mittagessen besuchten wir das "El Delirio", angeblich einem der besten Lokale der Stadt.

Auch hier in dem sehr schönen Innenhof gab es von Marco wieder eine Menge zu erzählen.

Wie es weitergeht erfahrt Ihr hier:

Ecuador - Chimborazo Januar 2017 - Teil 2