Abenteuer Russland mit Besteigung Elbrus 2016 - Teil 2

Gipfel : Elbrus (5642m)

Gipfelstürmer : Hias und Axel

Begleiter: Judith, Thomas, Hans, Blacky

Tourenbeschreibung:

Ausreichend akklimatisiert geht es endlich los Richtung Elbrus.

Hier eine Übersicht der geplanten Route über die Südseite. Als Gipfeltag wird der 25.07. anvisiert.

GPSies - Elbrus Südseite - Einfachstrecke

Für einen weiteren Akklimatisierungsausflug zur Dieselhütte fuhren wir mit der Gondel bis auf 3500m.

Die Seilbahn ist doch angenehmer wie der Weg übe die Skipiste :-)

Kriegerdenkmal bei der Bergstation.

Zu Fuß ging es dann weiter bis zu den Botschkis. Diese werden dann die nächsten Tage unsere Unterkünfte werden.

Langsam kommen wir der Sache näher :-)

Über den Gletscher stiegen wir dann bis zur Dieselhütte auf 4100m auf. Die Dieselhütte wurde 2011 eröffnet nachdem 1998 die legendäre Prijut 11 beim Kochen abgebrannt ist.

Ein Stückchen weiter oben befindet sich noch ein Felsen mit vielen Gedenktafeln.

Voller Vorfreude ging es nochmal für eine Nacht zurück ins Tal. Wir haben uns intensiv für die nächsten Tage vorbereitet :-)

Am nächsten Morgen war Arbeit angesagt. Die ganzen Vorräte und unsere Ausrüstung musste über die beiden Gondelstationen und einem Sessellift bis zu den Botschkis geschafft werden.

Da kommt ganz schön was zusammen.

"Room with a view" in den Botschkis.

Die Botschkis sind einfach umgebaute "Fässer" die als Unterkunft für Bergsteiger genutzt werden...

... passend in den russischen Nationalfarben lackiert.

Die war unser "Ess-Container", sieht von aussen nicht besonders einladend aus, aber ...

... unsere Köchin Galina hat hier mit den einfachsten Mitteln immer wieder tolle Mahlzeiten zubereitet.

Wir waren alle mit der Verplegung sehr zufrieden.

Der nächste Morgen startete mit herrlichem Wetter. Perfekt für eine weitere Akklimatisierungstour.

Diesmal soll es hoch bis zu den Pastuchov Felsen auf 4700m gehen.

Irgendwie sieht alles so nah aus, dennoch ist der Weg richtig weit.

Pause bei den Pastuchov-Felsen.

Anscheinend waren noch nicht alle ausgelastet :-)

Zurück bei den Tonnen haben wir erstmal die Bayernfahne gehisst.

Ein herrlicher Sonnenuntergang.

Früh morgens um ca. 2:45 Uhr dann der Startschuss für die Gipfelbesteigung.

Der Weg bis zu dem Pastuchov-Felsen wird üblicher Weise mit Pistenraupen zurückgelegt.

Diesen Morgen tobte auch noch ein heftiger Sturm. Das machte die Besteigung erst richtig spannend und auch herausfordernd. Einige Gruppen vor uns kamen uns wieder entgegen weil Sie die Besteigung abbrachen.

 

Unsere Bergführer Abi und Eugen hab uns aber erfolgreich durch das schlechte Wetter geführt. 

Mit dem Sonnenaufgang wurde es dann auch laufend besser, auch wenn die heftigen Windböen nicht nachliessen.

Gipfelstürmer Hias dick eingepackt und mit vereister Skibrille.

Um kurz vor 9 Uhr haben wir dann den Gipfel erreicht. Hier Gipfelstürmer Axel.

Die Bayernfahne musste natürlich mit :-)

Hier die Gipfelmarkierung mit Blick Richtung Norden.

Und noch alle zusammen...

Hias, Blacky, Hans und Axel

Kurz bevor die Wolken den Gipfel wieder einhüllten noch ein Blick nach Süden. Einfach überwältigend.

Auch beim Abstieg liess der Wind nicht nach.

Ziemlich geschlaucht gönnten wir uns bei den Botschkis erstmal unser "Gipfelbier".

Am nächsten Tag hatten wir wieder herrliches Wetter mit einer tollen Sicht auf die hohen Berge des Kaukasus. Links der Uschba (4737m) mit seinem markanten Doppelgipfel und rechts der 4454m hohe Donguzorun.

Abschied vom Elbrus Doppelgipfel und den Botschkis.

Auftrag ausgeführt :-)

Im Tal gönnten wir uns dann gleich wieder einen leckeren Lammspies.

Hier noch unsere Gruppe kurz bevor wir das Baksan Tal verliesen.

Vor dem Abflug in Mineralnye Wody war noch eine Nacht in Naltschik geplant. Den "freien" Nachmittag nutzen wir für einen Ausflug zum "Blue Lake", hier heisst es dass er vielleicht der tiefste See der Welt ist.

Danach ging es noch weiter nach Verkhnyaya Balkarya das sich schon nahe an der georgischen Grenze befindet.

Hier konnten wir alte Ruinen an den Berghängen besichtigen.

Eine Brotzeit in dem Touristenort war auch noch dabei :-)

 

Zurück in Naltschik hatten wir auch noch die Möglichkeit etwas die Stadt zu erkunden.

Hier das Parlament für die Region Kabardino-Balkarien, eine eigene Republik in Russland.

Der belebte Platz vor dem Parlament.

 

Ein Denkmal mit der Geschichte der Region und Gedenktafeln der Führer.

Abends stand dann das die Abschlussfeier mit Übergabe der Urkunden auf dem Programm.

 

Für den nächsten Morgen war dann eigentlich die Rückreise über Mineralnye Wody geplant. Nur die Aeroflot hat kurzer Hand fast alle Flüge nach Moskau storniert. Einige aus unserer Gruppe konnten noch Resplätze ergattern, wir dagegen blieben auf Kosten der Aeroflot noch eine weitere Nacht in Mineralnye Wody.

Im Nachhinein ein richtiges Highlight. Bekamen wir jetzt endlich unser Kwas (eine Art Brotbier), das hier an der Strasse aus kleinen Tankwagen verkauft wird. 

Mit einem Angestellten vom Hotel machten wir eine lustige Stadtführung ... eine richtiger Bazi war das :-)

Hier das Bahnhofsgebäude.

Der Innenhof vom Bahnhof.

Wir konnten zwar kein russisch aber verstanden haben wir es trotzdem :-)

Nachts konnten wir dann die Heimreise über Moskau nach Frankfurt antreten und unser Abenteuer war vorbei.

Im Gepäck unsere Urkunde von unserem 3ten der Seven Summits :-)

Fazit:

Eine sehr schöne Reise in ein doch eher "spezielles" Land :-). Doch genau das ist der Reiz an Fernreisen, man sieht andere Länder, andere Kulturen und andere Menschen. Mit 5642m Höhe ist der Elbrus zwar nicht der niedrigste der Seven Summits aber wohl der Einfachste, daher eignet sich der Elbrus auch für Bergsteiger die mal einen 5000er ausprobieren möchten. Unterschätzen darf man den Berg trotz der einfachen Besteigung dennoch nicht, 5600m sind eine stattliche Höhe und eine sehr gute Kondition und Ausdauer sind zwingend erforderlich. Gerade durch das anfangs schlechte Wetter bei unserer Besteigung hat das Ganze auch noch einen richtig alpinistischen Charakter bekommen.

Ein richtiges Highlight wurde die Reise aber dadurch, dass uns Thomas (dessen ursprüngliche Idee es ja war), Judith, Hans und Blacky begleiteten.

Nicht zu vergessen der Rest unserer Gruppe mit Annemarie, Rolf, Isabella, Roland, Peter und natürlich die Bergführer Abi und Eugen, ohne Euch wäre die Reise nur halb so schön gewesen. Ihr wart Spitze!