Expedition Aconcagua Januar 2014 (Teil 2)

GPSies - Aconcagua

"Auf zum Gipfel"

(zurück zu Teil 1)

Ab jetzt wird es ernst! Nach einem ersten Versorgungsgang ins Hochlager I und einem weiteren Tag Pause im Basecamp wurden jetzt die Hochtourenstiefel geschnürt.

 

Der weitere Weg führt an der Gletschermoräne hinauf. Hier muss man auch etwas auf Steinschlag aufpassen.

 

Blick zurück zum Basecamp.

 

Die heutigen 800 Höhenmeter durch das Ameghino Tal haben es schon in sich.

 

Und weit ist es auch ...

 

Im Camp I auf 5000m lagerte dann schon unsere 2 Tage zuvor herauftransportierte Ausrüstung.

 

Im Zeltaufbauen haben wir ja schon Routine.

 

Am nächsten Morgen stand dann wieder der nächste Versorgungsgang ins Lager II an. Wehe dem der zu viel zum Essen eingepackt hat.

 

Nach 500m Aufstieg Ankunft im nächsten Lager (für uns Hochlager II)

 

Das Wetter wurde zunehmend schlechter, daher haben wir wieder schnell unsere Ausrüstung verstaut und machten uns gleich wieder auf zum Abstieg.

 

Für ein paar Fotos vom Büßereis hatten wir aber noch Zeit. In dieser Größe haben wir das hier genannte Penitentens auch noch nicht gesehen. Diese Eisformationen sind locker bis zu 1,5m hoch.

 

Mit einem kleinen Wintereinbruch muss man auf 5000m auch immer rechnen.

 

Wenn es draussen schneit und stürmt, dann macht man es sich halt im Schlafsack gemütlich.

 

Am nächsten Morgen war auch wieder alles vorbei. Ein herrlicher Morgen!

 

Mit frischem Schnee sieht alles viel schöner aus. Hier der Weg hinauf zum Ameghino Sattel.

 

Nachdem wir Lager I abgebaut und alles eingepackt haben ging es gleich weiter hinauf.

 

Von hier sieht man wieder hinunter bis ins Basecamp.

 

Die Polenroute haben wir mittlerweile verlassen und queren über die Guanacos Traverse hinüber Richtung Lager II. Unsere Blicke suchten schon immer den weiteren Weg hinauf zum Gipfel ...

 

Endlich im Camp II (5500m).

 

So sieht ein typischer Nachmittags-Imbiss aus. 

 

Wie immer heisst es erstmal Zelt-aufbauen. Hier aber mit einer prächtigen Kulisse. Im Hintergund der Cerro Ameghino (5917m).

 

Nach einer kalten Nacht dann wieder ein gigantischer Morgen.

 

Was wünscht man sich mehr als so in den Tag zu starten.

 

Hier geht es dann weiter hinauf in das letzte Lager. 

 

Aufgrund der schlechten Wetteraussichten mussten wir dann auch den geplanten Versorgungsgang streichen und unser Lager gleich weiter hinauf verlegen. Das bedeutet, dass wir heute Nacht noch zum Gipfel starten müssen. Der Wetterbericht verschlechterte sich so sehr, dass wir wirklich nur die eine Chance auf den Gipfel haben.

Schon beim Aufbau der Zelte im Lager III (Camp Cólera 6000m) erschwerte uns das Wetter die Arbeit. Kurz erhaschten wir noch einen Blick auf den weiteren Weg.

 

Also schnell rein ins Zelt zum Schnee schmelzen ...

 

... und Essen + Getränke kochen. Unsere 4-5 Liter Flüssigkeit müssen einfach rein. Durch den heftigen Niederschlag mussten wir nicht mal das Zelt verlassen um an frischen Schnee zu kommen.

 

mmhh lecker. Von den Trockengerichten schmecken irgendwie nur die Nachspeisen, hier z.B. Vanilliepudding mit Waldfrüchten.

 

Um 4:30 Uhr dann der Start Richtung Gipfel. Auf diesen Moment haben wir hingearbeitet. Jetzt wird sich zeigen ob das Training genug war, ob wir ausreichend akklimatisiert sind, ob wir nach den Strapazen der letzten Tage auch noch fit und gesund genug sind.

 

Bei Sonnenaufgang machten wir eine kurze Pause beim ersten Checkpoint "Piedras negras" wo die beiden Routen von der Nord- und Ostseite zusammentreffen.

 

Hier erreicht Axel die nächste Wegmarke bei der verfallenen Biwakschachtel "Independencia" auf 6400m

 

Einfach toll ...

 

... aber auch anstrengend. Hier ist der ideale Platz für ein weiteres Päuschen. Wie man sieht hatten wir das auch schon nötig.

 

Von hier geht es dann weiter hinauf zum Nordgrat "Paso del Viento".

 

Hier sind wir bereits auf dem Nordgrat. Immer noch bei herrlichem Wetter. Was wir doch für ein Glück haben!

 

Immer mehr Bergsteiger folgten uns in der frisch gelegten Spur.

 

Ein Blick hinunter in die Nordwand.

 

Und weiter geht´s in die Traverse "Gran Accareo".

 

Hat in echt irgendwie steiler gewirkt.

 

Kurze Rast bei "La Cueva" auf 6600m. Jetzt haben wir es bald geschafft... haben wir gedacht ...

 

Der Einstieg in die berühmt - berüchtigte "La Canaleta". Es sind aber immer noch 400 Höhenmeter. Auch wenn alles so nah aussieht. 

 

Normalerweise ist hier nur Schutt und Staub.  Wir mussten uns dagegen durch teilweise hüfthohen Schnee kämpfen. Der Hias wurde im Anblick des Gipfels schon übermütig...

 

... wurde aber genau so schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

 

Unglaublich der Kräfteverschleiß in dieser Höhe.

 

Ein schönes Stück der Canaleta haben wir jetzt geschafft.

 

Hier sind wir schon am Verbindungsgrat zwischen Nord- und Südgipfel, " Cresta del Guanaco". Der Gipfel ist schon so nah, aber trotzdem muss man sich nochmal so richtig zusammenreissen. Ein spezieller Dank geht hier nochmal an Andreas, Julver und Rodrigo für die Motivation!

 

Und dann ist es geschafft! Die Bayerwald Gipfelstürmer Axel und Hias nach 9 Stunden auf dem Gipfel des Aconcagua mit 6962m. Unser Zweiter der Seven Summits.

 

Hier zusammen mit unseren Begleitern Julver, Rodrigo, Malte und Andreas. Vielen Dank Jungs für das tolle Erlebnis!

 

Mittlerweile verzog sich das Wetter auch immer mehr. Ein kurzer Rundum-Blick war noch drin bevor alles in Wolken verhüllt war und wieder Schneefall einsetzte. 

 

Daher mussten wir jetzt so schnell wie möglich runter. Bei Nebel und Schnee kann es ganz schön schwierig werden den Weg zu finden. Für Fotos war jetzt keine Zeit mehr...

Unten im Camp dann die nächste Überraschung.

 

Nach fast 4 Stunden Abstieg waren wir dann auch richtig platt.

 

Ein bißchen freuen ist aber schon noch drin. Danach sind wir nur noch müde in den Schlafsack gekrochen...

 

 

Eine Bergtour ist aber immer erst vorbei wenn man sicher im Tal ist.

 

Daher geht es hier weiter:

- Teil 3: "Abstieg" -