Expedition Aconcagua Januar 2014 (Teil 1)

"Trekking ins Basecamp"

Gipfel : Aconcagua (6962m) 

Gipfelstürmer : Axel und Hias

GPSies - Aconcagua

 

Für Anfang 2014 haben wir uns ganz kurzfristig mal etwas Besonderes ausgesucht, den Aconcagua. Der Aconcagua ist mit 6962m der höchste Berg Amerikas und auch der Zweithöchste der Seven Summits. Das alleine sind schon beeindruckende Daten die diesen Berg sehr reizvoll machen. Dazu kommt auch noch die Statistik von nur 40-50% Erfolgsquote bei den Besteigungen. Das alles klingt schon sehr nach einer spannenden Herausforderung für uns. Noch spannender wurde es als wir nur 2 Monate vorher noch die letzten beiden Plätze unserer Expeditionsgruppe ergatterten. Reichen hier die 2 Monate wirklich noch aus für Training und Vorbereitung? Vor allem stellte sich uns auch die Frage wie verkraften wir die über 1000 Höhenmeter mehr im Vergleich zu unserem höchstem Gipfel (Kilimandscharo 5895m)??

Wir werden sehen ...

Wie schon in Afrika wollten wir auch wieder eine Überschreitung machen damit wir möglichst viele Eindrücke mitnehmen können. Hierzu bietet sich die sogenannte Guanacos-Traverse an, bei der wir an der Ostseite starten und nach dem Gipfel wieder über das nord-westlich gelegene Basecamp Plaza de Mulas absteigen. 

Die Reise buchten wir wieder wie schon beim Kilimandscharo beim DAV Summit Club.

 

Nachdem wir in Mendoza gelandet sind und dort auch unsere Gipfel-Permits abgeholt haben ging es weiter nach Los Penitentes das bereits auf 2680m liegt. Hier startet wohl so ziemlich jede Aconcagua Expedition.

 

Hier unser Startpunkt für das Trekking ins Basecamp Plaza Argentina über das Vacas-Tal.

 

Auf der Übersichtskarte kann man schon sehen was uns alles erwartet.

Das schöne an dieser Route ist, dass hier relativ wenige Gruppen aufsteigen und wir die meiste Zeit alleine unterwegs waren. Anfangs ist auch die Landschaft noch sehr grün.

 

Unser Hauptgepäck wurde durch Mulis transportiert. 

 

Da heisst es aber aufpassen, weil die Mulis tun es nicht.

 

Je höher wir kommen umso karger wird die Landschaft. Vom Aconcagua ist weit und breit noch nichts zu sehen, nur Steine und Staub ...

 

Unser erstes Lager ist das kleine Camp Pampa de Lenas auf 2810m.

 

Die Mulis wurde entladen damit wir zu unserem Equipment kommen.

 

Das Ganze unter strenger Beobachtung.

 

Unser "Hotel" für die nächsten Tage.

 

Ein Blick auf die Innenausstattung.

 

Abends wurde uns von den Mulitreibernnoch ein traditionelles Barbecue zubereitet, welches einfach nur aus Fleisch bestand. 

 

Vegetarier müssen halt hungern.

 

Das sind noch richtige Männer.

 

mmmhhh lecker 

 

Mit etwas Ordentlichen im Magen braucht man auch kein Zelt ...

 

Am nächsten Morgen ging es nach dem Zeltabbau dann auch gleich weiter. Wie schon tags zuvor wieder bei traumhaften Wetter. Hier muss man schon sehr auf seinen Sonnenschutz achten.  

 

Sonnenhut, langärmlig, lange Hose und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor sind Pflicht! Ausser man heisst Julver und ist sowas gewohnt.

 

Langsam geht es auch weiter hinauf. Diese Route ist perfekt für eine langsame Akklimatisierung, da man 3 Tage bis ins Basecamp unterwegs ist.

 

Am zweiten Tag dann der erste Blick zur Ostseite des Aconcagua mit dem Polengletscher. Wenn man bedenkt, dass wir hier schon auf 3200m ist und dann noch so ein mächtiger Brocken vor einem auftaucht dann ist das einfach beeindruckend. Da haben wir noch richtig was vor.

 

Ein paar Meter weiter erreichten wir dann auch schon unser zweites Camp, Casa de Piedra (3200m)

 

Am nächsten Morgen mussten wir zeitig los weil die Etappe mit den meisten Höhenmetern auf dem Plan stand. Leider lag das Lager und auch der zu überquerende Fluss noch im Schatten ...

und das Wasser war kalt ....

 

... sehr kalt ...

 

Da tat die Sonne dann wieder richtig gut. Auf dem weiteren Weg hatten wir unseren Berg immer fest im Blick.

 

Jetzt haben wir es fast geschafft ins Basecamp.

 

Hier bleiben wir jetzt dann erstmal ein paar Tage.

 

Eine schöne kleine Zeltstadt. Anhand der unterschiedlichen Farben sind die verschiedenen Expeditionen leicht zu erkennen.

 

Der nächste Tag wurde dann gleich mal zur Erholung und weiteren Akklimatisierung genutzt. Da hat man dann auch mal Zeit das Lagerleben zu beobachten. Beinahe jeden Morgen kam als unser Wecker "Horacio" geflogen. Dieser versorgte das Lager mit Lebensmittel, holte die vollen Tonnen aus den Häuschen oder transportierte kranke Bergsteiger ab. 

 

Ein wichtiger Termin steht auch bei Lager-Doktor an. Hier wurden nochmal unser Sauerstoffgehalt im Blut, Blutdruck und Puls gemessen sowie auch die Lunge abgehört.

 

Wir hatten sogar die Möglichkeit nochmal vor den Hochlagern zu duschen. Mit dem Gaskocher links wurde das Wasser erhitzt.

 

Danach wird das warme Wasser per Hand in den Kanister gefüllt und schon ist die Dusche einsatzbereit.

 

Ein kurzer Besuch im Küchenzelt.

 

Gute Laune auch beim Küchenpersonal.

 

So schön es hier im Basecamp ist, wir haben ja noch was vor.

 

Daher geht es hier weiter:

- Teil 2: "Auf zum Gipfel" -