Kramerspitze  Juli 2014

Gipfel : Kramerspitz (1985m)

Gipfelstürmer : Axel und Andi

GPSies - Kramerspitz Runde

 

Zum Abschluss des Garmisch Wochenendes stand noch die Kramerspitze auf dem Programm. Direkt gegenüber dem Wettersteingebirge gelegen bietet dieser Berg einen Logenplatz für Zug- und Alpspitz, aber auch all die anderen Berge wie Wank, Hausberg und Kreuzeck um nur die bekanntesten zu nennen.

Nach ein paar Metern auf der Straße entlang erreicht man schließlich den Kramerplateauweg der uns über Sankt Martin, die verfallene Kramerhütte (verfallen ist gut gesagt, es liegen gerade mal noch 2-3 Ziegel rum) auf die Kramerspitze und dann wieder zurück ins Tal bringt.

Zuerst geht es auf einem gut ausgebauten Wanderweg längere Zeit ohne Höhengewinn voran. Ideal wenn es nicht gleich von Anfang an gleich steil bergauf geht. Der Weg trifft dann auf die Straße nach Sankt Martin und von jetzt an geht es auch kontinuierlich nach oben. Wer will kann auch schon an der Hütte St. Martin einen ersten Stopp einlegen und den Blick auf Garmisch genießen.

Ab Sankt Martin verlässt man die gut ausgebaute Straße und folgt einem breiten Pfad. Immer wieder sind durch den Wald die Gipfel der umliegenden Berge zu sehen.

Sehr abwechslungsreich geht es weiter hinauf, mal durch den Wald, dann auch mal wieder an Felsen entlang.

Die Alpspix ist also doch nicht der einzige Skywalk in Garmisch, auch wenn dieser hier weit weniger spektakulär als sein gegenüber ist.

Noch ein paar Meter geht es bis zum Grat hinauf und die Kramerspitze scheint schon zum greifen nah. Am Grat angekommen geht es allerdings noch ein paar mal rauf und runter und der Weg ist doch etwas länger als gedacht.

In einem weiten Rechtsbogen durch den Nordhang geht es weiter. Ein paar kleinere steile Abschnitte gilt es noch zu überwinden und dann geht es schon auf den Gipfel.

Fast angekommen noch eine letzte Querung…

 … und schon sind wir am Gipfel der Kramerspitze! Für Gipfelstürmer Axel war damit auch die Zugspitz+4 Challenge bei peakhunter.com vollständig. Gipfelstürmer Andi wird sicherlich in den nächsten Tagen noch Zug- und Alpspitze in Angriff nehmen.

Der Ausblick vom Gipfel ist sicher einer der schönsten die man über das Garmischer Tal und das Wettersteingebirge bekommen kann. Von den Schanzen im Skistadion über Rissersee, Kandahar und Eibsee sieht man auch alle anderen bekannten Besuchermagnete der Region.

Der Abstieg führt zunächst ohne großen Höhenverlust am Grat entlang. Lediglich einige kurze steilere Passagen sind zu durchqueren.

Auch ein paar kleine Überraschungen findet man am Wegesrand.

Im Abstieg erreicht man dann auch schnell die Stepbergalm, wo wir uns erst einmal etwas erfrischen mussten. Auch für das leibliche Wohl ist hier bestens gesorgt und die Alm lädt einen geradezu auf eine längere Rast ein.

Der Rest des Abstiegs führt dann erst einmal unterhalb des Grates zurück. Ohne dem Tal wirklich näher zu kommen zieht sich das Auf und Ab hier schon etwas dahin. Sobald man dann aber die ersten Bergabpassagen erreicht hat, geht es zügig nach unten. Die letzten Meter des Weges queren dann noch den ehemaligen Standortübungsplatz der Bundeswehr auf dem mittlerweile jedoch eine Photovoltaikanlage installiert wurde, von den „Militärischer Bereich“ Schildern sollte man sich also nicht irritieren lassen.

 

Fazit:

Die Runde um den Kramer ist eine einfache, jedoch konditionell nicht zu unterschätzende Bergwanderung, für den Ungeübten kann die fast 1500 Höhenmeter Tour auch schnell zur Tortur werden. Nahezu die gesamte Strecke  liegt auf einem Südhang und entsprechend warm wird es auch – genügend Getränke mitnehmen! Der tolle Ausblick vom Gipfelgrat und vom Gipfel selbst machen die Kramerspitze sicherlich zu dem Ziel schlechthin um Zug- und Alpspitze in ihrer vollen Größe zu bewundern, frei nach Gipfelstürmer Andi: „Du musst ned auf den schönen Berg gehen, sondern auf den Berg daneben, da kann man den Schönen erst richtig aschaun“