Hoher Fricken und Wank  Juli 2014

Gipfel : Hoher Fricken (1940m); Wank (1780m)

Gipfelstürmer : Axel und Andi

 

GPSies - Fricken / Wank

 

Nachdem die letzten Ausflüge nach Garmisch uns auf die prominenten Gipfel der Zug- und Alpspitze  geführt hatten wollten wir es dieses Mal etwas gemütlicher angehen lassen und  die umliegenden „Wanderberge“ in Angriff nehmen. Wank und Hoher Fricken, die westlichsten Gipfel des Estergebirges standen als Tagestour auf dem Programm. Unsere Strecke führt uns zuerst nördlich am Wank vorbei zum Hohen Fricken, dann in den Sattel zwischen Fricken und Wank (Esterbergalm) und wieder hinauf zum Wank.

Los ging es am Parkplatz der Wankbahn (kostenfrei) in Partenkirchen. Parkplätze sind hier ausreichend vorhanden und wer mit dem Wohnmobil kommt kann hier gleich sein Quartier aufschlagen (Strom Wasser, Duschen…). Ein schmaler Pfad führt vom Parkplatz Richtung Kletterwald Garmisch-Partenkirchen und zur Forststrasse Richtung Esterbergalm.

Unter der Wankbahn verlassen wir dann die Forststrasse und folgen der Liftschneise bis wir wieder auf die Forststrasse kommen. Der Weg ist über längere Strecken asphaltiert und man kommt hier sehr zügig voran und gewinnt schnell an Höhe. Einige Abzweigungen führen direkt auf den Wank. Sobald man die gut frequentierten Wankwege hinter sich gelassen hat wird es deutlich ruhiger…

… und es öffnen sich die ersten Talblicke. Hier zur Kramerspitze, Ziel der morgigen Tour.

Nach zwei steilen Serpentinen verlassen wir dann die Forststrasse nach links. Zuerst geht es ein paar Meter bergab und dann endet auch der gut ausgebaute Weg. Endlich geht es auf kleineren Waldwegen die schnell zu einem schmalen Pfad werden weiter hinauf in Richtung Hoher Fricken.

Irgendwo haben wir dann auch mal eine Abzweigung verpasst, der Pfad war nicht immer gut zu erkennen und wird folgten dann kurzerhand einem trocken gefallenen Bachlauf die Falllinie hinauf bis wir wieder auf den Pfad stießen.

Je höher man kommt umso beeindruckender wird der Ausblick auf Zugspitze und Wettersteingebirge.

Der Großteil des Weges führt durch Wald und Latschen, unterhalb des Fricken sind jedoch auch noch einige Geröllfelder zu queren, eine willkommene Abwechslung, auch wenn uns die Sonne hier kräftig eingeheizt hat.

Kurz unterhalb des Gipfels hat man dann endlich das Wettersteingebirge im Blick, und Gipfelstürmer Andi Zugspitze und Alpspitze fest im Griff  Cool

Noch ein kleiner Aufschwung und dann geht es die letzen Meter zum Gipfel am Grat entlang. Überraschender Weise war hier deutlich weniger los als vermutet, was aber auch an den hochsommerlichen Temperaturen gelegen haben könnte.

Nach kurzer Gipgfelrast bei der uns schon wieder die nächsten Touren auf die östlichen Gipfel des Estergebirges aber auch im Karwendel (im Hintergrund) in den Sinn kamen ging es dann weiter Richtung Wank. Aber zuerst mussten wir ja noch hinunter in den Sattel zwischen Fricken und Wank, was einen Abstieg von knapp 500 Höhenmetern bedeutet. Den Wank vor Augen geht es immer weiter hinab, über einen weiten Linksbogen und ein letztes Steilstück erreicht man schließlich die Forststrasse zu Esterbergalm.

Wer einen weiteren Stopp plant folgt der Straße nach links zur Alm und nimmt dann den Anstieg über den Roßwank (Skipiste). Wir entschieden uns für den direkten Weg und folgten der Straße nach rechts. Nach ca. 100m geht es dann links hinauf zum Wank.

Ein kurzer Blick zurück Richtung Hoher Fricken, rechts unten im Bild die Esterbergalm.

 

Zahlreiche Serpentinen mit mäßiger Steigung führen uns hinauf zum Wank.

Und schon sind wir am Gipfel angekommen! Mehrere Rundwege auf dem flachen Gipfel des Wanks machen ihn auch zu einem beliebten Ausflugsziel „technischer Bergsteiger“, diese nutzen nämlich die Wankbahn und somit ist hier durchaus mit etwas mehr Betrieb zu rechnen als auf dem Rest der Tour. Wären nicht die Funktmasten, hätte man auch vom Gipfelkreuz einen tollen Blick Richtung Garmisch und Wetterstein…

  … aber auch der Blick von der Terrasse des Wankhauses aus hat seine Reize!

 

Fazit:

Wer sich nicht unbedingt auf den ausgetretenen Hauptwegen wieder finden möchte und nicht ganz hoch hinaus will, der ist hier gut aufgehoben. Die Tour auf beide Gipfel ist technisch ohne besondere Herausforderungen, allerdings gilt es knapp 1670 Höhenmeter zu überwinden was durchaus eine gewisse Kondition erfordert. Alternativ bietet sich auch ein zusätzlicher Stopp an der Esterbergalm oder eine kurze Variante ohne den Hohen Fricken an (hierzu einfach der Forststasse bis in den Sattel folgen und von dort hinauf zum Wank).