Zugspitze über Höllental Juni 2014

Gipfel : Zugspitze (2962m)

Gipfelstürmer : Axel

GPSies - Zugspitze über Höllental

Weitere Informationen zum Zugspitz Klettersteig findet Ihr auch hier:

 

Top of Germany - Durchs Höllental zum höchsten Gipfel Deutschlands
Nachdem jetzt mittlerweile Gipfel aus drei Kontinenten in unserer Gipfelliste zu finden sind wurde es langsam Zeit den höchsten Berg Deutschlands in Angriff zu nehmen. Zahlreiche Routen führen hinauf, doch der Weg durch das Höllental ist wohl die schönste und abwechslungsreichste Route. Hinzu kam, dass die Höllentalangerhütte in 2014 neu errichtet wird und sich der Besucherandrang in Grenzen hält. Los geht’s am Wanderparkplatz in Hammersbach bei Grainau, den findet man am einfachsten wenn man der Beschilderung „Höllentalklamm“ folgt.

 

Nach einem kurzen Aufstieg (es gibt hier mehrere Möglichkeiten) erreicht man dann bald die Höllentaleingangshütte. Kurz bevor man den Wald verlässt hat man noch die Möglichkeit über den Stangensteig die Klamm zu umgehen. Dieser Weg zweigt zunächst rechts ab, quert dann die Klamm und führt über die Knappenhäuser zurück ins Höllental.

 

Das Ticket durch die Klamm kostet für AV-Mitglieder gerade mal einen Euro. In den Sommermonaten ist der Zugang durch die Klamm 24 Stunden am Tag möglich.

 

Von außen ist die Klamm kaum sichtbar.

 

Zahlreiche Stollen und Brücken führen durch die Klamm. Immer wieder bieten sich tolle Blicke auf die Steilwände der Klamm und den rauschenden Hammersbach.

 

Immer wieder geht es vorbei an kleineren Wasserfällen…

 

…bis man dann nach einem kurzen Anstieg nach der Klamm auch den Höllentalanger erreicht.

 

Und hier ensteht gerade die neue Höllentalangerhütte nachdem die alte ein Opfer der Richtlinien und Regularien wurde. Wie es vorher aussah und wie es demnächst aussehen wird könnt ihr euch hier ansehen. Von hier aus hat man auch noch die Möglichkeit über die Grieskarscharte auf die Alpspitze zu gehen.

 

Der Weg steigt zuerst gemächlich, dann immer steiler werdend zum Talschluß hin an. Wegweiser gibt es hier fast keine und der Einstieg in den Klettersteig übers Brett bleibt lange unsichtbar (zumindest wenn sonst keiner unterwegs ist). Kurz vor dem Einstieg in den Klettersteig teilt sich dann der Weg, rechts zur Riffelscharte und links geht es Richtung Zugspitze.

 

Der Klettersteig übers Brett beginnt mit der „Leiter“…

 

… und dann geht es über eine Unmenge von Stahlstiften über den Fels. Der Weg steigt dann etwas steiler durch die Latschenfläche bis man das Schotter und Moränenfeld des Höllentalferners erreicht. 

 

Am letzten großen Felsblock am Ausgang der Latschen bezog ich dann auch mein Quartier unter freiem Himmel, was ein „echter Münchner“ der schon „98mal auf der Zugspitze war“ gar nicht verstehen konnte. Ein herrlicher Sternenhimmel und ein wunderbarer Sonnenaufgang waren die Belohnung… aber im Gipfelfieber ist dies wohl nicht jedem bewusst.

 

Nach einem gemütlichen Frühstück in der Morgensonne ging es dann weiter durch die Moränen zum Höllentalferner. Das goldene Gipfelkreuz der Zugspitze ist von jetzt an fast permanent sichtbar.

 

Auf dem Höllentalferner lag noch ausreichend trittfester Altschnee, die Spalten waren nahezu vollständig geschlossen. Wer die Tour jedoch später in der Saison in Angriff nimmt sollte auf jeden Fall seine Steigeisen / Pickel im Gepäck haben. Mehrere Spuren führen über den Gletscher hinauf zum Einstieg in den Klettersteig.

 

Eine kurze Querung führt dann über die Randkluft zum Klettersteig. Der Übergang in den Fels kann bei geringer Schneelage für einige wohl durchaus problematisch werden, die unteren Meter im Fels sind dann über ein loses Seil zu bewältigen.

 

Die Verhältnisse waren jedoch ausgezeichnet und es ging vom Ferner direkt in den Klettersteig.

 

 

Sehr schnell gewinnt man an Höhe und steigt der Wand entlang dem Gipfel immer näher. Der Steig ist sehr gut gesichert, allerdings sollte man bei der normalerweise gut frequentierten Route immer auf Steinschlag durch vorausgehende Bergsteiger achten.

 

Immer näher kommt das Ziel!

Am Grat angekommen eröffnet sich dann auch ein schöner Tiefblick zum Eibsee mit seinen schillernden Farben.

 

Der Blick zurück über die Riffelspitzen verdeutlicht erst so richtig die Größe des Zugspitzmassifs.

 

Die letzten Höhenmeter ging es dann eine Schnerinne neben dem eigentlichen Klettersteig hinauf. Die Seile waren hier zum Teil noch im Schnee, durch die Tritte ging es jedoch schnell voran.

 

Kurz vor dem Gipfel zweigt dann der Weg am Grat Richtung Jubiläumsgrat ab. Aber das ist ein anderer Bericht….

 

Und dann ist es endlich soweit, am höchsten Punkt Deutschlands angekommen. Das Gipfelfoto erledigt die Panoramakamera der Zugspitze 

 

Fazit:
Die Tour durchs Höllental ist sehr abwechslungsreich und auch ein Ausflug in die Höllentalklamm ist den weniger bergbegeisterten nur zu empfehlen. Wer die Zugspitze als Tagestour machen will sollte sich im Klaren sein, dass es mehr als 2000 Höhenmeter zu bewältigen gilt und auch das Wetter entsprechend stabil sein sollte.