Überschreitung Tennengebirge Sept. 2013

Gipfel : Bleikogel (2412m), Mittleres Streitmandl (2360m), Wieselstein (2300m), Knallstein (2234m) 

Gipfelstürmer : Axel und Hias

Gast: Manu

GPSies - Überschreitung Tennengebirge

Hütten : Laufener Hütter, Edelweiß Hütte

Eine Tour die wir schon seit Jahren im Hinterkopf hatten ist die Überschreitung des Tennengebirges. Heuer planten wir daher für unsere Abschlusstour zur Laufener Hütte einen Tag mehr ein um von hier aus die Überschreitung anzugehen. 

Leider war die Wettervorhersage wie schon die Jahre zuvor nicht wirklich gut. Schon der Aufstieg in der Abenddämmerung war sehr regenerisch ...

Daher machten wir uns in der Hütte gleich auf in die warme Kuchl ...  

 

... um uns etwas Leckeres zu kochen Lächeln

 

Auch am nächsten Morgen mussten wir bis zum Mittag warten bis zumindest die heftigen Regenschauer aufhörten. Dann machten wir uns jedoch auf gut Glück doch noch auf den Weg.

 

Der Weg Richtung Bleikogel war teilweise schon richtig tief eingeschneit.

 

Und das Wetter wurde nicht wirklich besser ... noch ...

 

Auf dem Gipfel des Bleikogel (2412m).

 

Das Minimalziel war erreicht, und es war ganz schön kalt und windig hier.

 

Auf der Rückseite des Bleikogel führt der Weg dann weiter über den Bergrücken Richtung Wenger Scharte.

 

Langsam hellte es auf, für die nächste Rast suchten wir uns aber doch ein wind-geschütztes Plätzchen.

 

Hier der Abstieg zur Wenger Scharte und im Hintergrund schon das mittelere Streitmandl.

 

Die Wenger Scharte auf 2077m, von hier gibt es viele weitere Wegmöglichkeiten. Wir wählen den Weg  Richtung Edelweißhütte wo wir übernachten wollen.

 

Nach fast 300m Aufstieg der Blick zurück in die Scharte.

 

Im weiter Richtung Edelweißhütte.

 

Jetzt ist es nicht mehr weit, das Gipfelkreuz des mittleren Streitmandls ist schon zu sehen.

 

Und unterhalb befindet sich auch die Edelweißhütte (nicht bewirtschaftet!).

 

Eingang zur Notunterkunft.

 

So groß war unsere Not jedoch nicht Zunge ausstrecken Die Hütte war von Anfang an als Nachtlager eingeplant.

 

Am nächsten Morgen wurden wir von einem absolut traumhaften Morgen überrascht.

 

Ein perfekter Start in den neuen Tag. Hier nochmal am Gipfel des Mittleren Streitmandl auf 2360m

 

Von hier starteten wir in Richtung Leopold Happisch Haus. Hierzu mussten wir wieder ein Stück den Weg von gestern zurück um dann links runter in das kleine Tal abzusteigen.

 

Zum Happisch Haus geht es fast 400m runter auf 1925m

 

Hier waren wir früh morgens auch die ersten Gäste und der Hüttenwirt Sepp hat uns zum Frühstück einen leckeren Kaiserschmarrn gemacht Cool

 

Nach der Stärkung ging es gleich wieder steil hinauf. Immer noch bei bestem Wetter und toller Sicht. Hier sieht man von links die Schönfeldspitze, den Watzmann, und den hohen Göll.

 

Und vor uns schon unsere nächstes Ziel, der Wieselstein.

 

Auf der oberen Scharte sieht man auch schon zum Knallstein hinüber.

 

Hier müssen wir den Weg 212 verlassen für einen kurzen Abstecher zum Gipfel.

 

Den Gipfel des Wieselstein (2300m) erreichten wir auch schon nach nur knapp 20min.

Zurück vom Gipfel folgten wir wieder dem Steig 212 bis es wieder eine Abzweigung zum Gipfel des Knallstein gibt. 

 

Den Knallstein (2234m) haben wir natürlich auch noch mitgenommen. Sind nur knapp 20min "Umweg".

 

Von hier hat man eine schöne Sicht auf die Wieselsteine wo wir gerade herkommen.

 

Hier der kurze Grat zum Gipfel.

 

 

Der Knallstein war dann auch der Abschluss unserer Tour. Von jetzt an ging es nur noch runter Richtung Scheffau. 

 

Vorbei an der Schatzlhütte, die leider nicht bewirtschaftet wird.

 

Kurz vor Scheffau gibt es auch noch einen schönen Wasserfall.

 

Fazit:

Viele Jahre haben wir davon geredet, jetzt haben wir es endlich umgesetzt. Die Plateau-Überschreitung des Tennengebirges können wir auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Landschaft ist hier einfach toll und man hat von den verschiedenen Seiten auch immer wieder tolle Ausblicke in andere Regionen. Wer will kann hier auch noch einige weitere Abstecher miteinplanen, z.B. bietet sich von der Edelweißhütte auch noch das Raucheck (2430m und höchster Gipfel des Tennengebirges) an. Aufgrund der Wetterverhältnisse und somit dem späten Start waren wir leider zeitlich nicht mehr ganz so flexibel.

Unterschätzen darf man aber auf keinen Fall die Entfernungen. Von der Laufener Hütte bis zur Edelweißhütte ist man locker 6h unterwegs. Hier gibt es keine Hütten oder Möglichkeiten Wasser aufzufüllen. Genauso kann man bei Nebel schnell die Orientierung verlieren.

Wer es gerne etwas "rustikaler" mag dem können wir auch das Notlager in der Edelweißhütte empfehlen. Die Hütte wird nicht bewirtschaftet, also Brotzeit und genügend Getränke mitnehmen. Hier braucht man ggf. auch etwas Glück um noch einen Platz zu ergattern. Hier gibt es nur 4 Schlafplätze.

 

Auch das Happisch Haus ist eine Empfehlung wert. Der Hüttenwirt ist echt super drauf und er meint die Hütte ist nur selten ausgebucht. Gerade im Sommer bei schönem Wetter wenn man auf anderen Hütten keine Chancen mehr auf einen Lagerplatz hat werden wir hier nochmal vorbeischauen.