Loferer Steinberge (Nackter Hund)  2013

Gipfel : Wehrgrubenjoch (2.218m), Mitterhorn (2.506m)

Gipfelstürmer : Axel

Gast: Manu

Hütten : Schmidt-Zabierow-Hütte

Ausgangspunkt: Parkplatz Loferer Hochtal

Dieses Wochenende führte unsere Tour in die Loferer Steinberge, genauer gesagt auf die Schmidt-Zabierow Hütte unserer DAV Heimatsektion Passau. Die Hütte ist eher bei Alpinkletterern bekannt denn die umliegenden Wände bieten zahlreiche Routen unterschiedlichster Schwierigkeiten. Unser Ziel war der Klettersteig mit dem vielversprechenden Namen „Nackter Hund“, mal sehen was dieser so zu bieten hat.

 

Los ging es im Loferer Hochtal. Nach ein paar Metern zum eingehen geht es dann auch schon einen gut ausgebauten Pfad steil hinauf. 

 

Bereits im Zustieg hat man immer wieder schöne Aussichten über die Loferer Täler und Berge.

 

Die Wände laden geradezu zum Klettern ein.

 

Schön gelegen bietet die Schmidt Zabierow Hütte einen idealen Ausgangspunkt für zahlreiche alpine Klettertouren und anspruchsvolle Bergtouren in alpinem Gelände. Dank sehr guter Küche ist man auch gut gerüstet für all seine Vorhaben. Nach kurzer Rast ging es dann auch schon weiter zum Einstieg des „nackten Hund’s“. Bevor man diesen aber erreicht muss man noch über einen leichten Klettersteig (A/B) auf’s Wehrgrubenjoch. Wir haben diesen gleich genutzt um Manu, für die es der erste Klettersteig überhaupt war, im Umgang mit dem Klettersteigset vertraut zu machen.

 

Vom Wehrgrubenjoch aus geht es dann erst einmal ein paar Meter bergab zum Einstieg „Nackter Hund“. Das Schild „sehr schwierig“ hat mich dann doch überrascht, aber es war ja Manu die sich diese Tour für ihre Premiere ausgesucht hat.

 

Der erste Teil des Klettersteigs geht nahezu auf einer Höhe quer durch die Wand. Immer wieder gilt es einige Einschnitte zu überwinden und es ist durchaus von Vorteil hier etwas größer zu sein. Anders als in manch anderen Steigen sind hier nur wenige künstliche Tritte vorhanden, was im Gegensatz z.B. zur Alpspitz Ferrata etwas mehr Geschick verlangt.

 

Etwas schwindelfrei soll man hier schon sein, wer ausgesetztes Gelände nicht so toll findet hat hier sicherlich weniger Spass.

 

Nach dem ersten Teil ohne merklichen Höhengewinn wird es dann doch etwas knackiger. Über zahlreiche Höhenstufen (zum Teil leicht überhängend) geht es in Richtung Gipfel. Zwischen den einzelnen Stufen sind immer ein paar (ungesicherte) Gehpassagen vorhanden, auch hier sollte man schwindelfrei und trittsicher sein.

 

Geschafft, der Gipfel des Mitterhorns mit seinem doch etwas anderen Gipfelkreuz.

 

Der Abstieg führt dann über einen kleinen Pfad durch felsiges Gelände, teils steil und ausgesetzt zurück zur Zabierow Hütte. Bizarre Felsformationen und eine grandiose Aussicht auf die umliegenden Berge und Kletterwände machen auch den Abstieg zum Erlebnis.

Fazit:

Der nackte Hund hat es durchaus in Sich und ist eher dem erfahrenen Bergfex zu empfehlen. Wer in steilem, ausgesetztem Gelände keine Freude hat, wird sich auch mit dem nackten Hund nicht anfreunden können. Die Tour kann man auch als Tagestour machen, allerdings ist ein gemütlicher Hüttenabend bei köstlichem Essen und einer Variation an Passauer Biersorten nur zu empfehlen .
Wer noch plant auf’s Reifhorn zu steigen, dem sei gesagt, dass es sich hierbei durchaus um eine nicht zu unterschätzende Tour handelt. Der Aufstieg ist zeitweise sehr ausgesetzt und nicht gesichert. Insbesondere bei nasser Witterung sollte man hier die nötige Erfahrung mitbringen!

Update:
Seit kurzem gibt es auch eine weitere Variante des Nackten Hunds, der „Wilde Hund“ geht von Beginn an aus der Großen Wehrgrube steil hinauf und man spart sich das Wehrgrubenjoch und die Querung im Nackten Hund. Am Grat geht es dann weiter im Nackten Hund bis aufs Mitterhorn. Ferner gibt es eine Klettersteigschule an der Hütte an der man sich auf das was da kommen mag vorbreiten kann. Auch eine neue Seilbrücke die von den Schulklettersteihen zurück zur Hütte führt macht sicherlich jede Menge Spass.