Totes Gebirge August 2012

Gipfel : Großer Priel (2515m)

Gipfelstürmer : Andi

Hütten : Prielschutzhaus (1420m)

GPS Parkplatz : N 47°41'52059  E 14°8'31694

Link zur Tour :

GPSies - Gr. Priel Einfachstrecke

Tourenbeschreibung

1. Tag

Da wir die meiste Zeit in Tirol unterwegs sind, geht es dieses mal nach Öberösterreich, in das Tote Gebirge, eine Gebirgsgruppe der nördlichen Kalkalpen in den Ostalpen. Es ist ein Plateaugebirge im Bereich der nördlichen Steiermark.

Nach gut 2 h fahrt kam ich am Parkplatz "Schiederweiher" an, kurz nach Hinterstoder (591m). Man folgt dann dem Weg über die Brücke, Richtung Schiederweiher.

 

Die ersten 3 km läuft man erstmal flach die Sandstrasse entlang.

 

Auf dem Weg hat man immer wieder den tollen Blick auf den Gr. Priel (2515m)

 

Nach gut 45 min Gehzeit kommt man langsam dem Anstieg zum Schutzhaus entgegen.

 

Ungefähr bei der Hälfte des Weges zum Prielschutzhaus, kommt man am "Gott sei Dank Bankerl" vorbei, und ich nahm es bei der Hitze dankend an Tongue out

 

Angekommen am Prielschutzhaus (1420m) nach 1,5 h bei besten Wetter und 30 Grad Tongue out. Angegeben werden aber 2,5 h für den Aufstieg.

 

2. Tag

Nach einer sehr warmen Nacht und einem guten Frühstück, kuckte jeder erstmal verdutzt zum Himmel, Wolken und Nebel?? Der Wetterdienst sagte bestes Bergwetter voraus.Undecided

Nach gut einer Stunde Wartezeit, startete ich und einige andere Bergsteiger trotzdem in Richtung Gr. Priel, in der Hoffnung der Nebel zieht irgendwann ab.

 

 

Dem war leider nicht so, auf fast der Hälfte des Weges auf einer Höhe von 1900m, kam es viel schlimmer als gedacht. Zwischen dem Gr. Priel und der Spitzmauer zog ein heftiges Gewitter auf. Es fing an zu hageln, es blitzte und donnerte nur so rundherum, dass die mittlerweile aufgeschlossenen Bergsteiger, und ich, es richtig mit der Angst zu tun bekamen, und wir zur Hütte zurück liefen. Der Höhepunkt war, dass indem von uns hundert Meter entfernten Wegweiser (Bild oben) der Blitz einschlug. Dann war jedem klar, jetzt kann das Ganze sehr böse ausgehen. Aber alle kamen dann doch gut an der Hütte an. Berg Heil !

 

Nachdem das Gewitter abgzogen war, startete ich zum zweiten Versuch über den Normalweg. Den Klettersteig traute sich niemand mehr gehen, da keiner wusste was sich hinter der Scharte für ein Wetter befand.

 

Hier standen wir vorhin noch im Hagel und Gewitter, und nun, bestes Bergwetter. Wahnsinn ! Smile

 

Noch kurz das Schneefeld queren, und dann gehts hoch zur Brotfallscharte.

 

Hier der Einstieg zu Scharte. Da fast alles Seilversichert ist, macht dieser Anstieg keine Probleme.

 

Kurz unterhalb der Brotfallscharte, ist eine Schutzhöhle. Man kann hier gut 10 m hinein gehen, und bietet wirklich Schutz.

 

Die Brotfallscharte (2340m), ein erstes Zwischenziel Laughing. Nur der Westwind blies hier dermaßen über den Grat, dass ich trotz den 25° ab jetzt eine Jacke brauchte.

 

Blick zurück zu den beiden Burschen, Michael und Matthias, die mich beim Aufstieg begleitet haben. Smile

 

Der weitere Wegverlauf über den Grat zum Gr. Priel, rechts im Bild sieht man schon das Gipfelkreuz.

 

Nur noch ein kleines Stück Cool

 

Andy nach 2h 20 min am Gipfel des Gr. Priel (2515m).

 

Panoramablick nach Westen, ganz hinten zu sehen, der Dachstein.

 

Blick nach Nordost bzw. ungefähr in meine Heimat Wink

 

Nach einer Stunde Gipfelaufenthalt, trat ich wieder den Rückweg an, der derselbe war wie der Aufstieg. Der Weg nach Hinterstoder war lange, gut 10 km und 2000 hm ging es runter.

Beim Abstieg noch ein Foto vom Prielschutzhaus (1420m). Im Hintergund schön zu sehen, das Skigebiet von Hinterstoder.

 

Fazit :

Eine tolle 2 Tagestour. Leider musste ich wegen dem nicht so gut angekündigtem Wetterbericht am nächsten Tag, und die doch noch tief sitzende Angst von dem Gewitter, die Tour verkürzen. Der geplante Weiterweg zur Welser Hütte, und von da über den Schermberg wieder zurück nach Hinterstoder, fiel leider aus. Somit hab ich wenigstens einen Grund wiederzukommen Smile. Denn die beiden Klettersteige ( Bert - Rinesch und Tassilo) sind zwei tolle Steige, die man gemacht haben muß.

 

Tip :

Am Parkplatz "Schiederweiher" sollte man je nachdem wie lange man parkt, viel Kleingeld dabei haben. Der Automat nimmt nur Münzen und es gibt keine Wechselmöglichkeit. Es wird täglich kontrolliert.