Berchtesgadener Alpen Hochkalter Juni 2012

Gipfel : Rotpalfen 2367m / Kleinkalter 2513m  / Hochkalter 2607m / Schärtenspitze 2153m

Gipfelstürmer : Hias

Gast : Axel

Hütte : Blaueishütte

 

Tourenbeschreibung :

1. Tag

Als Vorbereitungstour für die anstehende Afrikatour machten wir uns nochmal auf ins Berchtesgadner Land zum Hochkalter. Nachdem letztes Jahr der Andi schon den Hochkalter erklommen hat mussten Axel und Hias natürlich auch noch hin. Wetter soll laut Bericht ab Samstag ja wieder besser werden. Also fuhren wir am späten Freitag Nachmittag noch los um am selben Abend auf die Blaueishütte zu kommen.

Tourenbericht Andi

Der beste Parkplatz für die kürzeste Aufstiegsroute ist am Hintersee.

 

Direkt vom Parkplatz aus führt ein gut ausgebauter Forstweg über die Schärtenalm hinauf. Gegenüber sieht man die Reiteralpe. Leider hat es dann auch schon zu regnen begonnen und wir legten einen Zahn zu um auf die Hütte zu kommen.

 

 

2. Tag

Am nächsten Morgen wars dann erstmal nichts mit dem versprochenen schönen Wetter. Wir warten zwar relativ lange aber es wurde nicht besser. Trotzdem starteten wir mal los Richtung Blaueisgletscher.

 

Der Nebel wollte sich einfach nicht verziehen...

 

Wir stiegen mal über den Gletscher hinauf bis zum großen Felsband, drehten aber dann doch wieder um weil es ohne Steigeisen kaum machbar ist über diese Route Winken

 

Also wieder ein Stück zurück zur Abzweigung Richtung "schöner Fleck". Von hier ging es anfangs noch relativ schnell über ein großes Altschneefeld hinauf. Danach kamen schon die ersten Kletterstellen.

 

Axel klettert voraus ...

 

Axel am schönen Fleck. Aber ausser Nebel war nichts zu sehen Missbilligen

 

Wir hofften darauf, dass es doch noch besser wird und kletterten weiter Richtung Grat. Hier die wohl schwierigste Stelle (ca. Schwierigkeitsgrad II)

 

Die Kletterei über den Grat macht richtig Spass. Noch besser wäre es natürlich wenn man auch noch etwas sehen würde Winken Wobei die Wolkendeckehier schon sehr dünn war. Etwa 100m höher und wir wären unter blauem Himmel gewesen.

 

Hias auf den letzten Metern zum Kleinkalter 2513m

 

 

Kurz nach dem Gipfel des Kleinkalter (kein Gipfelkreuz) sieht man auch schon den Hautgipfel des Hochkalter.

 

Die letzten Meter ...

 

Geschafft, Axel und Hias am Gipfel des Hochkalter 2607m

 

Wir warteten noch relativ lange aber es war uns nicht vergönnt auch einen Blick auf die umliegenden Gipfel zu werfen. Daher machten wir uns wieder auf den Rückweg zu Blaueishütte. Hier nochmal die "Schlüsselstelle" von der anderen Seite.

 

Axel beim Abstieg über das Altschneefeld runter vom schönen Fleck.

 

Unser Stützpunkt für dieses Wochenende, die Blaueishütte

Normalerweise hätte man hier von der Terasse aus eine super Sicht auf den Hintersee.

 

3. Tag

Am Sonntag war es dann doch soweit. Das angekündigte schöne Wetter kam mit einem Tag Verspätung doch noch. Bei so einem Anblick steht man doch morgens gerne auf.  Anstatt nur abzusteigen und heimzufahren planten wir das Ganze noch um und machten uns auf Richtung Schärtenspitze.

Immer im Blick, der Blaueisgletscher und der Hochkalter.

 

Heute sahen wir dann auch mal den ganzen Grat den wir gestern entlang geklettert sind..

 

Richtung Schärtenspitz führt ein sehr leichter Klettsteig mit vielen "Gehpassagen" zwischen drin. Mehr wie ein paar Stellen mit Kategorie B sind nicht zu erwarten.

 

Von der Schärtenspitze aus sieht man noch sehr schön das komplette Hochkalter-Massiv mit Blaueisspitze, Hochkalter und Kleinkalter. Perfekt zum posen fürn Axel Cool

 

Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man sehr schön auf Berchtesgaden wo vom Königssee noch der Nebel reinzieht und im Hintergrund der Göllstock.

 

Auch die drei Watzmannspitzen Hocheck, Mittelspitze und Südspitze kann man hier wunderbar betrachten.

 

Gipfel Schärtenspitz 2153m

 

Für den Abstieg haben wir uns die Route über die Eisbodenscharte ausgesucht. Hier steigt man dann nicht Richtung Blaueishütte ab, sondern folgt dem Grat weiter.

 

Das Ganze ist natürlich auch ausgeschildert.

 

Nach ca. 15 min erreicht man dann auch schon die Eisbodenscharte, über die es ziemlich steil runtergeht. (alles Seilversichert)

 

Der Weg hier runter ist schon sehr brüchig. Man muss hier auch etwas auf Steinschlag aufpassen.

 

So einen herrlichen Tag hätten wir gestern sehr gebrauchen können.

 

Wir halten uns hier immer an den Weg Richtung Ramsau. Hier kommt man an der Hochalm vorbei.

 

Von hier könnte man auch Richtung Wimbachschloß abzweigen. Wir wollen aber wieder zurück zur Schärtenalm und dann runter zum Hintersee.

 

Etwas weiter unten kommt man auch noch an einer kleinen Jagdhütte vorbei.

 

Von der Jagdhütte geht es fast immer auf gleicher Höhe wieder zurück zur Schärtenalm wo wir uns auch eine kurze Pause gegönnt haben.

 

Heute hatten wir auch eine bessere Sicht auf die Gipfel der Reiteralpe wie das Stadelhorn oder das Wagendrischelhorn.

Tourenbericht Stadelhorn

 

Fazit:

Wer gerne längere Klettereien auf ausgesetzten Graten mag, wird den Hochkalter lieben. Die Tour ist zwar nicht ganz so bekannt wie die Überschreitung des Watzmann nebenan aber dafür ist der Berg auch bei weitem nicht so überlaufen. Ausserdem ist die Tour (ausser bei Abstieg über Ofental) etwas kürzer aber dafür an manchen Stellen etwas knackiger Winken Hinzu kommt auch noch die Möglichkeit den Hochkalter oder die Blaueisspitze über den Gletscher zu besteigen. es lohnt sich also auch wieder zu kommen.