Gran Paradiso Hochtour

Gipfelstürmer : Hias / Andi

Gipfel:  Gran Paradiso 4061m

 

Tourenbeschreibung :

Jetzt wo Andi und Hias mittlerweile schon 5 jahre zusammen in den Bergen unterwegs sind, haben wir uns für heuer vorgenommen auch endlich mal die 4000er Marke zu knacken. Hierfür starteten wir Mitte Juli zu einer 1 wöchigen Tour nach Italien ins Aosta-Tal. Das erste Ziel sollte der Gran Paradiso im gleichnamigen Nationalpark in den Grajischen Alpen sein. Der Gran Paradiso ist der höchste Berg Italiens der komplett auf italienischem Boden steht.

Nach fast 9 stündiger Fahrt über Lindau am Bodensee, durch die ganze Schweiz runter bis Mailand und dann noch in Aostatal kamen wir am Sonntag mittag im Talort Villeneuve an.

 

 

Von hier ging es dann nochmalein paar Km. weiter ins Val Savarenche auf den Parkplatz der Alp Terre. Hier das Foto wurde bei Abstieg gemacht, weils es am ersten Tag noch geregnet hat.

Von hier beginnt ein schöner und auch gemütlicher Aufstieg zur unserem heutigen Tagesziel, der Chabod Hütte. Der Weg wurde hier sehr aufwendig befestigt, das muss wirklich ne Menge arbeit gewesen sein.

Bei ca. der Hälfte kommt man an einer alten Ruine vorbei. Ab hier besserte sich auch das Wetter, nachdem es zuvor immer wieder geregnet hat.

Nach knapp 2,5h kamen wir auch schon an der auf 2670m gelegenen Rifugio Chabod an.

Von hier hat man auch schon eine tolle Sicht auf unser morgiges Ziel, den Gran Paradiso Lächeln

 

Beim Abendessen wurden dann gleich die Tour für den nächsten Tag nochmal im Detail geplant. Um bei besten Bedingungen aufsteigen zu können mussten wir dann nach einer kurzen Nacht schon um 5 Uhr morgens los. Der Aufstieg zum Gletscher führt hier (links im Bild) über die Moräne hoch zum Anseilplatz.

 

Anseilen muss sein Winken

Von hier ist der weitere Weg über den Gletscher hinauf schon zu sehen. Die Nordwand des Gran Paradiso wird rechts umgangen um von hinten auf den Gipfel zu gelangen.

 

Leider hatten wir mit dem Wetter etwas Pech, da es ziemlich zu zog, windig und kalt wurde es noch dazu.

Auch auf dem Gipfelgrat war es nicht wirklich gemütlich. Auch die erwartete Aussicht blieb uns verwehrt.

Hier die letzten Meter bis zur Madonna am Gipfel mit einer kurzen Kletterstelle.

Der Gipfel ist erreicht, unser erster 4000er, der Gran Paradiso mit 4061m

Bei der Madonna ist nicht wirklich viel Platz und weitere Seilschaften standen schon an. Somit machten wir schnell wieder kehrt und kletterten zurück. Wirklich schade, dass ausser Nebel nichts zu sehen war.

Aber kaum waren wir wieder unten auf dem Sattel riss es plötzlich kurzzeitig auf. Das ist schon ärgerlich, vor 10 min waren wir noch oben...

Nun aber geht es erstmal wieder runter. Durch den doch sehr schnellen Auftieg nach sehr kurzer Akklimatisation machten sich doch etwas Kopfschmerzen bemerkbar.

 

Gegen Abend ging es dann schon wieder besser und wir hatten noch Zeit für ein paar Bilder Cool

 

Und auch noch der Andi vorm Gran Paradiso

 

Der Hias vor der Rifugio Chabod

 

In der Dämmerung konnten wir auch noch tolle Bilder von den umliegenden Bergen machen

 

Auch dieses Foto ist super geworden

Am nächsten Morgen stiegen wir nur noch ab und wechselten zu Gnifetti Hütte im Monte Rosa Gebiet.

 

Fazit:

Eine sehr schöne Tour, auch wenn der Gran Paradiso wohl einer von den einfachsten 4000ern ist. Der Aufstieg ist technisch wenig schwierig und mit etwas Kondition auch für Anfänger geeignet. An der kurzen Kletterstelle vor der Madonna sollte man aber schon auch Schwindelfrei sein. Was man auch nicht unterschätzen soll ist hier die Höhe. Wenn der Berg auch nur knapp über 4000m hat, sollte man sich schon entsprechend an die Höhe anpassen.

Schade nur, dass uns am Gipfel kein Rundumblick vergönnt war aber Spass hat die Tour trotzdem gemacht.

Empfehlenswert ist auch ein sehr früher Start. Gerade weil es ein leichter 4000er ist, kann bei schönem Wetter oben im Gipfelbereich schon sehr viel los sein. Möchte man bis zur Madonna muss man mit erheblichen Wartezeiten rechnen.