Eröffnung der Bergsaison am Gardasee !

Gipfel:     Cima Spino 1486m / Monte Cornetto 2180m / Dosso D´Abramo 2140m / Cima Verde 2102m                  Cima Capi 909m / Cima Rocca 1090m

Gipfelstürmer : Hias / Andi

Tourenbeschreibung:

Nach einem langen Winter geht es endlich wieder los 

Tag 1:

Wie schon im letzten Jahr verkürzen wir die Zeit bis es in den nördlichen Alpen endlich losgeht mit einem Kurztripp an den Gardasee. Hier gibt es einfach schon ab April perfekte Bedingungen um wiedermal das Klettersteigset auszupacken oder schöne Gipfel zu besteigen.

Das lange Wochenende über Ostern bietet sich hier super an.

Also wie schon letztes Jahr, rein ins Auto und los geht´s 

Dieses Jahr hatten wir unser Hotel direkt in der Innenstadt von Riva del Garda wo sich gleich die Felswand mit der alten Bastion von Riva, der Kapelle St. Barbara und dem Cima Sat erhebt. (der Tourenbericht zum Cima Sat ist im 2010er Gardaseebericht enthalten)

Tag 1:

Gleich früh morgens machten wir uns am ersten Tag auf den Weg Richtung Salo zu den beiden südlichsten Klettersteigen der Gardaseeberge. Vom Talort führt noch ein 5Km langen, ziemlich steiniger und steiler Weg rauf zum Parkplatz der am Besten zu Fuß zurückgelegt werden sollte. Also hier auf jeden Fall genügend Zeit miteinplanen.

Ab hier führt dann ein gemütlicher Wanderweg Richtung Passo Di Spino bis zum Einstieg des Klettersteigs "Via ferrata Ernesto Franco". Der Felsen ist auch schon von weitem zu sehen.

 

Der Felsen schaut recht windig aus, hat es aber echt in sich. Angegeben ist die Route mit Schwierigkeit D/E. Da hängt der Andi ganz schön in den Seilen 

 

Auch der Hias kommt oben ziemlich ausser Puste an.

 

Nach dem kurzen Vergnügen geht es gleich weiter zum Einstieg der Via ferrata Spigolo della Bandiera. Hierzu muss man nur den Weg den man gekommen ist ein Stück zurück gehen und  dann rechts runter ins Tal abbiegen. Hier ist auch schon die Hütte "Rifugio Giorgio Pirlo alla Spino" ausgeschildert.

Den Felsen den wir hier besteigen müssen sieht man sehr schön vom Weg aus.

 

 

Am Einstieg mussten wir erst mal warten und den anderen etwas Vorsprung geben 

Das Klettern hier war schon viel entspannter wie man hier sehr schön sehen kann. Alles schön griffig und gute Trittmöglichkeiten.

 

Angegeben mit Schwierigkeit C/D gibt es eigentlich nur eine etwas kniffligere Stelle am letzten Aufschwung die man mit "D" bezeichnen kann.

Hier sieht man den Andi an dem Felsen.

Nach einer kurzen Rast auf der Hütte geht es gleich weiter zum einzigen Gipfel heute, dem 1488m hohen Monte Spino. (Auf dem Bild sieht man die Rifugio sowie den Monte Spino vom gegenüberliegenden Wanderweg aus)

Beim Aufstieg zum Monte Spino konnten wir auch immer wieder Leute beim Klettern am Klettersteig "Ernesto Franco" beobachten.

Mit dem Gipfel des Monte Spino war alles was wir uns für heute vorgenommen haben erledigt. Nach kurzer Pause ging es dann zurück zum Auto.

Tag 2:

Für den zweiten Tag haben wir uns was ganz besonderes rausgesucht. Die Überschreitung der Tre Cime di Bonde (Monte Cornetto 2180m, Doss D´Abramo (2140m), Cima Verde 2102m)  lt Beschreibung ist das im Sommer eine der schönsten Wandertouren im Gardaseegebiet. Talort ist hier Trento und Beginn der Tour ist auf der Hochebene Biotope Viote.

Im Sommer ist das sicherlich eine gemütliche Wandertour aber Ende April liegt hier ab ca. 1700m noch ordentlich Schnee. Dafür sieht man hier aber auch keine anderen Berggeher Winken

Hier der Andi vor dem Monte Cornetto bevor wir in den Schnee stapfen mussten.

Links daneben der Doss D´Abramo

Der Andi aufm Gipfel des Monte Cornetto, wo sich auch wieder einige alte Stellungen aus dem ersten Weltkrieg befinden. Im Hintergrund der 2091m hohe Il Palon.

 

Der weitere Weg Richtung Doss D´Abramo der nur über einen kurzen Klettersteig bestiegen werden kann.

Der Hias am Gipfel des Doss D´Abramo. Rechts hinten das nächste und letzte Ziel für heute der Cima Verde mit 2102m.

Hier alle drei Gipfel auf einen Blick.

 

Der Abstieg durch den von der Somme aufgeweichten Schnee war dann ganz schön anstrengend.

Hier war der Andi noch auf stabilem Untergrund. Hinten blitzt nochmal der Monte Cornetto hervor.

 

Tag 3:

Am dritten Tag ging es dann nochmal direkt in die Berge direkt um den Gardasee.

Ausgangsort war das schöne Dörfchen Biacesa.

 

Von hier machten wir uns auf den Weg Richtung Cima Capi auf Weg Nr. 470.

 

Der Weg führt um das ganze Rocchetta-Massiv herum, sodass wir wieder direkt auf den Gardasee schauen konnten. Leider war es wie immer am Gardasee etwas diesig. Die meisten Fotos werden hier nichts 

 

Der erste Klettersteig in dieser Runde, der Sentiero attrezzato Fausto Susatti führt hier direkt rauf zum Gipfel des Cima Capi.

 

Die Klettersteige hier sind nicht lang und auch nicht schwer, daher auch für Anfänger geeignet. Die Touren sind dafür aufgrund der Aussichten und der geschichtlichen Überbleibsel sehr aufregend und interessant.

Der Gipfel des Cima Capi auf 909m.

 

Ab hier bewegt man sich permanent auf den alten Steigen der Front, Schützengräben und alten Stellungen.

Eine perfekte Spielwiese fürn Andi 

 

Zwischendrin hat man auch wieder tolle Aussichten auf Riva.

Der nächste kurze Klettersteig Sentiero attrezzato Mario Foletti ist ein Verbindungsweg zum Cima Rocca.

Auch hier gibt es wieder eine größere Kaverne zu besichtigen.

 

Danach wir die Südflanke gequert.

Von der Hütte "San Giovanni" kann man dann rechtsabbiegen Richtung Cima Rocca. Hier führt ein sehr leichter Klettersteig (wenn man es so nennen will) durch mehrere Tunnelsyteme rauf bis zum Gipfel.

Rein vom historischen Hintergrund her ist die Tour über den "Sentiero dei Camminamenti" absolut empfehlenswert.

Hier der Eingang in das Tunnelsystem.

 

Kurz vorm Gipfel gibt es nochmal ein Tunnelsystem, das durch den kompletten Berg führt.

Unser letzter Gipfel für den diesjährigen Gardaseeurlaub. Der Cima Rocca 1090m.

Fazit:

Am Gardasee ist es einfach immer sehr schön. Vom Wetter und von den Bedingungen her gibt es kaum Besseres um diese Jahreszeit (April).

Man hat so viele Möglichkeiten, von leichten Steigen mit geschichtlichem Hintergund über weite Wanderungen auf über 2000m bis hin zu extrem schweren Klettersteigen. Das sollte man schon mal gesehen haben.

Das Ganze dann in Verbindung mit echtem Urlaubsfeeling mit Eis und Pizza am Strand des Gardasees