Europäischer Fernwanderweg E5

Gipfelliste: Kreuzjoch 2084m / Stoanerne Mandlen 2003m

Gipfelstürmer:  Andi / Hias / Mario

Tourenbeschreibung:

Zwei Drittel unserer Tour sind geschafft! Der Rest sollte eigentlich nur noch ein Spaziergang werden, da wir die höchsten Berge und Pässe bereits hinter uns haben. 

 

Tag7:

Nachdem uns der freundliche Pensionsbetreiber wieder nach St. Leonhard zurückgebracht hat starteten wir den Aufstieg Richtung Pfandleralm. Nach den beiden sehr harten Tagen zuvor hatte keiner von uns so richtig Lust. Wir waren doch schon etwas müde und ausgelaugt. Ausserdem warn von Gestern noch unsere ganzen Klamotten feucht. Zum Glück wurde wenigstens das Wetter wieder etwas besser. Da tun ein paar Sonnenstrahlen schon sehr gut.

 

Ein Blick runter nach St. Martin.

 

Gegen Mittag erreichten wir auch schon die Pfandleralm.

 

Hier genehmigten wir uns ersteinmal eine richtig gute Brotzeit. 

 

Das Essen hier war so lecker, die Hütte so schön gemütlich, da entschieden wir uns kurzfristig einfach mal nen halben Tag Pause zu machen. Dies nutzen wir auch gleich um mal unsere doch schon sehr übel riechende Kleidung durchzuwaschen.

 

Wir sind ja schliesslich auch im Urlaub Cool

 

Die Pfandleralm ist ein private Hütte, keine DAV-Unterkunft. Das Lager ist hier sehr schön und neu eingerichtet. Es gibt aber auch nicht allzuviele Schlafplätze. Da muss man schon Glück haben um einen Platz zu ergattern (oder einfach schon Mittags die Etappe abschliessen Winken)

 

Als prominenten Gast konnten wir auch noch Reinhold Messner begrüßen Cool

 

Tag8:

Erstklassig ausgeruht konnten wir am nächsten Morgen unsere Tour fortsetzen. Um die verlorene Zeit wieder reinzuholen mussten wir dann auch eineinhalb Tagesetappen machen. Bereits zum 2 kleinen Frühstück erreichten wir die Hirzerhütte die ursprünglich als Unterkunft gedacht war.

 

Da müssen wir jetzt rüber, der Hirzer 2781m im Sonnenaufgang. 

 

Dafür ist der Hirzer bekannt, innerhalb weniger Minuten zieht er zu und hüllt sich in dichten Nebel. Daher sparten wir uns die letzten paar hundert Meter zum Gipfel. Zu sehen gab es eh nichts...

 

Der weitere Weg führte über den Gebirgsjägersteigvorbei am Kratzberger See weiter bis zur Meraner Hütte 1960m. Man merkte gleich dass hier in der Nähe eine Gondelstation ist da hier auf dem Plateau sehr viel los war. Die Meraner Hütte liegt mitten im Skigebiet Meran 2000. Hier ist es dann engültig vorbei mit den kleinen gemütlichen Berghütten, hier ist Massentourismus angesagt.

 

Aber deswegen lassen wir uns die gute Laune auch nicht nehmen.

 

Tag9:

Der Morgen des letzten Tages begrüßte uns schon vom Fenster aus mit einem herrlichen Panoramo. Da steht man doch gerne auf.

 

 

Wir liessen uns nicht lange bitten und setzten unsere Reise mit einem Blick zurück zu unserer Unterkuft fort.

 

Auch auf den letzten Kilometern gab es nochmal einiges zu Entdecken. Zum Beispiel auf einem kleinen Abstecher zu den Stoanernen Mandlen mit dem dreifachen Gipfelkreuz auf 2003m. 

 

Danch war der Abstieg nach Jenesien an der Reihe und dieser zog sich ewig auf der Südtiroler Hochebene Tschögglber (Salten) hin. Mittlerweile war es auch so richtig heiss geworden.

 

 

Diese Salten sind ein riesiges Wandergebiet mit verschiedenen Skulpturen und Geschichten die an den Bäumen hängen.

 

Dem Ziel ganz Nahe, wenn wir mal in Jenesien sind ist das schlimmste geschafft.

 

Jenesien ist auch ein wunderschönes Dorf oberhalb von Bozen.

 

In Bozen angekommen gingen wir gleich mal etwas shoppen in der Stadt. Die Zivilastion hat uns wieder Cool

 

 

Und ein wenig Kultur kann ja auch nicht schaden.

 

Wenn man schon in Italien ist, dann muss man natürlich eine riesen Pizza essen Lächeln

 

Das Finalein Bozen wurde auch mit einer fetten Zigarre gefeiert.

 

Abends verabschiedeten wir uns auch gleich wieder von Bozen und fuhren über Nacht mit dem Zug zurück in die Heimat.

Auf Wiedersehen Bozen ! Auf Wiedersehen E5 !

 

Fazit:

Wie schon Eingangs gesagt, eine Alpenüberquerung ist ein absolutes Muss!!  Mehr als eine Woche einfach mal Abschalten, alles hinter sich lassen, die Berge, die Natur, die Landschaften geniessen.

Wenn man einigermassen fit ist, so dass man sich nicht durch die Etappen quälen muss dann ist so eine Tour wirklich ein genuss. Durchhänger wird jeder mal haben aber das gehört doch auch mit dazu Winken

So ein Erlebnis bleibt einem wirklich lange in Erinnerung.

 

Weitere Tipps:

- Der Mainzer Höhenweg als kleiner Umweg ist für erfahrene Bergwanderer sehr zu empfehlen. Die Schwierigkeiten sollte man jedoch nicht unterschätzen, da sie mit den restlichen sehr einfachen Touren nicht vergleichbar sind!

- Als Kartenmaterial empfehlen sich: Kompass Wanderkarte 120 und 121

- Weitere Infos für die Tour gibt es im Kompass Wanderführer 1058