Europäischer Fernwanderweg E5

Gipfelliste: Krahberg 2208m (kein Gipfel) / Venetberg 2513m / Wassertalkogel 3247m /               

              Gschrappkogel 3191m / Wildes Mannle 3063m

Gipfelstürmer:  Andi / Hias / Mario

Tourenbeschreibung:

Die ersten 3 Tage sind geschafft. Wir sind top fit und voll motiviert, da es sich langsam entscheidet ob wir den Mainzer Höhenweg und unserern angestrebten ersten 3000er machen können.

 

Tag4:

Nach einer sehr erholsamen Nacht und einem ausführlichen Frühstück starteten wir los Richtung Krahberg 2208m um auf den Gipfel des Venetberg 2513m zu kommen.

 

Doch an diesem Tag hat uns wiedermal das Wetter den Tag vermiest. Also wieder rein in die Ponchos und sauber schwitzen drunter ... 

 

Doch was hilfts wir müssen ja weiter. Am späten Vormittag erreichten wir auch den Gipfel des Venetberg auf 2513m.

 

Zumindest findet man die Wegmarkierungen auch bei dichtem Nebel immer super. 

 

Wir drei beim Abstieg... und langsam klart es auf Lächeln

 

In Wenns angekommen war das Wetter schon wieder deutlich besser. Wodurch auch unsere Stimmung deutlich besser wurde. Von hier aus entschieden wir uns auch für die weitere Reise den Bus zu nehmen. Einen 15km Hatscher auf der Teerstrasse wollten wir uns wirklich nicht mehr antun. Ausserdem müssen wir von der Standard-E5 Route weg um auf die Rüsselsheimer Hütte zu kommen. Hierzu sind wir bereits in Plangeroß ausgestiegen.

 

Der Aufstieg zur Rüsselsheimer Hütte hat auch eine kleine Holländer- und Stöckelschuhträger-Bremse drin Zunge ausstrecken

 

In den höheren Lagen hielt sich immer noch der Nebel.

 

Die Rüsselsheimer Hütte ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Selten dass wir eine so schöne, kleine und gemütliche Hütte finden. Ausserdem gibt es hier ausgesprochen gutes Essen (oder wir hatten einfach nur so viel Hunger Winken)

 

Endlich geschafft, war ein langer Tag heute, aber morgen geht es dann richtig los.

 

Nochmal richtig waschen und dann ab in die Heia. Wenn es das Wetter erlaubt möchten wir am Mainzer Höhenweg in der Biwakschachtel übernachten. 

 

Tag5:

Nachdem wir beim Abendessen erfahren haben, dass noch eine weitere Gruppe in der Biwakschachtel nächtigen möchte, haben wir uns wieder sehr zeitig in der Früh auf den Weg gemacht damit uns bei unserem Vorhaben niemand in die Quere kommt.

 

Um halb 5 ging es schon vor Sonnenaufgang los.

 

Beim Aufstieg zum Weißmaurachjoch (2959m) liessen wir dann auch die Nebeldecke hinter uns. Was für ein Tag, wir haben mal so richtig Glück mit dem Wetter.

 

Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man,
Blieben darunter verborgen und dann
Würde, was und groß und wichtig erscheint,
Plötzlich nichtig und klein.

 

Der Mainzer Höhenweg macht mal so richtig Spass. Hier ist alles dabei, schöne Klettereien ...

 

... die man auch locker noch mit dem Gepäck der Alpenüberquerung schafft...

 

 ... und dazu noch einen kleinen Gletscher zum Überqueren.

 

Unsere erste Gletscherüberquerung Cool

 

Zum Glück nur mit kleinen Minispalten

 

 Und dann gings auch wieder mit Klettereien weiter.

 

 Das Ganze immer über 3000m bei herrlichstem Wetter.

 

Kurz vorm Wassertalkogl überquerten wir den Grat und hatten eine super Aussicht auf die Riffelsee Hütte am Riffelsee und dem Kaunergrat.

 

Ein paar Meter weiter blitze auch schon das ursprüngliche Ziel für heute die Biwakschachtel hervor.Dies ist auch gleich der Höhepunkt unserer Alpenüberquerung. Die Biwakschachtel befindet sich am höchsten Punkt des Mainzer Höhenwegs am Wassertalkogel auf 3247m.

 

Die Biwakschachtel und im Hintergrund der Kaunergrat.

 

Wir drei vor dem höchsten Berg der Ötztaler Alpen und dem zweithöchstem Berg Österreichs, der Wildspitze mit 3770m

 

Da haben wir uns doch eine kleine Brotzeit verdient Lächeln

 

Da uns der Hüttenwirt der Rüsselsheimer Hütte schon vorgewarnt hat, dass es evtl. heute Nacht schlechtes Wetter und Schnee gibt, entschieden wir uns vorsichtshalber doch für den Abstieg. Bei Schnee und Eis kann es hier offen doch ziemlich ungemütlich werden. Und die 2 Burschen konnten uns auch nicht mit Sicherheit sagen wie das Wetter wird.

 

Auf diesem Grat ging es dann wieder runter Richtung Rettenbachferner ins Ötztal.

 

 Ach ne, schon klar oder Cool

 

Hier die Liftstation des Rettenbachferner... echt schlimm wie das im Sommer aussieht. Und alles nur damit wir ein wenig Skifahren können. Da vergehts einem so richtig. Bis ins Tal wurde alles wegplaniert um 2 Strassen rauf auf 2800m zu bauen.

 

Leider hatte die Rettenbachalm die als Lager für heute Nacht geplant war geschlossen. Somit mussten wir ein gutes Stück weiter bis zur Geisslachalm gehen wo wir auch erst ankamen als es schon dunkel wurde.

Nach einem sehr hartem, langen aber auch extrem beeindruckendem Tag fielen wir wir alle drei wirklich todmüde ins Bett. Und der Mario hat sogar heimlich Fernsehgeschaut...einfach unverzeilich Winken

 

 

Tag6:

Da hatte der Hüttenwirt wirklich recht! Das Wetter hat tatsächlich wieder umgeschlagen. Also wieder rein in die Ponchos und weiter Richtung Zwieselstein. Oberhalb 2500m hat es auch tatsächlich geschneit. War also eine gute Entscheidung am Vortag doch noch abzusteigen.

 

Bei teilweise strömenden Regen stiegen wir zum Timmelsjoch auf 2509m auf. Hier befindet sich der Übergang nach Italien.

 

Ein Tag Glück am anderen wieder Pech mit dem Wetter. Aber bei so einer Tour muss man einfach auch bei schlechtem Wetter weiter.

 

 

Kaum waren wir aber in Italien, schon wurde das Wetter deutlich besser und die Regenwolken verzogen sich. Auch hier Richtung Moos gab es wieder sehr viele schöne Almen zu Bewundern. Einfach eine wunderbare Gegend.

 

 

Hier trafen wir auch mal wieder auf ein paar andere Wanderer die ein Gruppenbild von uns machten.

 

Eines der schönsten Dörfer bei der Alpenüberquerung: Rabenstein

 

Sehr abgelegen auf ca 1400m liegt Rabenstein im Passeiertal

 

Entlang an der stark befestigten Passer mussten wir aber noch weiter zu unserem Etappenziel nach Moos.

 

Moos war leider aufgrund eines großen Festes komplett ausgebucht, genauso wie St. Leonhard. Wiedereinmal standen wir spät Abends im Dunkel da und hatten noch kein Lager. So mussten wir uns eine Unterkunft in Meran suchen wo und freundlicher Weise der Pensionsinhaber mit dem Auto abholte und ab nächsten Morgen wieder auf unsere usprüngliche Route zurückbrachte.