Die Schachtenwanderung:

Schachten sind einsame, weitab und hoch gelegene ehemalige Viehweiden. Bis 1962 wurden die Schachten beweidet. Tiere, die eine ganze Weidesaison - meist von Georgi (23.04.) bis Martini (11.11.) - auf den Schachten lebten und dort Wind und Wetter ausgesetzt waren, galten als besonders kräftig und widerstandsfähig.
Schachten werden oft als "Almen des Bayerischen Waldes" bezeichnet. Das ist allerdings nicht korrekt, denn wesentliches Kennzeichen einer Alm ist die Milchwirtschaft und ggf. die Erzeugung von Milchprodukten. Auf die Schachten wurden aber nie Milchkühe getrieben. Sie war ausschließlich Jungrindern und Stieren den Sommer über ständiger Aufenthaltsort.

weitere Informationen zu den Schachten: Wikipedia - Schachten

Link zur Tour :

GPSies - Schachtenwanderung Spiegelhütte - Gr.Rachel

Als Ausgangspunkt haben wir uns den Ort "Spiegelhütte" ausgesucht, es gibt aber unzählige Ausgangspunkte rund um Zwiesel.

 

Man folgt dem ausgeschilderten Weg Richtung Schachtenhaus, an der Kreuzng Wildscheuereck biegt man nach rechts ab. Dem Weg E6 folgend, gehts dann nach links in einen nicht markierten Weg, zum Fahnenriegel. Der meist nur von ortskundigen besucht wird.

 

Gipfelkreuz des Fahnenriegel (1199m)

 

Aussicht vom Fahnenriegel rüber zum Falkenstein und Gr. Arber

 

Das heutige Ziel schon von weitem zu sehen, der Gr. Rachel (1453m)

 

Weiter ging es dann zum Kiesruck (1261m), ein weiterer Gipfel auf der heutigen Tour, leider von den Sturmschäden der letzten Jahre, sehr entwaldet.

 

Weiter über Forststrassen ging es zum nächsten Gipfel, dem Hahnenbogen(1257m). Leider hat dieser Gipfel keinen Felsaufbau und daher auch keine Aussicht.

 

Direkt unterhalb des Hahnenbogen kommt dann der erste Schachten, der Lindberger Schachten.

 

Das Haus am Lindberger Schachten, eignet sich gut zum Brotzeit machen Smile

 

An jedem Schachten findet man solche informative Tafeln, die erklären für was und wann dieser Schachten diente.

 

Nach gut einer Stunde Gehzeit auf dem Goldsteig, erreichen wir den Zwieseler Filz, dem Beginn des Hochmoor.

 

Hier läuft man dann auf solchen Stegen ca 2km durch das Hochmoor, sehr beeindruckend.

 

Das Hochmoor fast durchquert, trifft man auf den Kohlschachten. Früher einer der grössten Schachten im Gebiet (16 ha).

 

Der Latschenfilz beendet dann das Hochmoor......

 

...und man steht gleich ein paar Minuten später auf dem Hochschachten.

 

Als nächstes kam der Almschachten, das der einzige Schachten war, an dem man auch Kühe gehalten hat, deren Milch zu Käse und Butter verarbeitet wurde.

 

Als letztes kommt der Verlorene Schachten, der noch bis 1963 genutzt wurde.

 

Die Hütte am Verlorenen Schachten, kann man heute noch z.b. für ein Wochenende beim Waldverein Frauenau mieten.

 

Vom Verlorenen Schachten aus, steigt man dann gut 200 hm ab, bevor es im Gegenanstieg wieder 400 hm rauf zur Rachelwiese geht.

An der Rachelwiese, ist man dann fast am Ziel.

 

Gipfel am Gr. Rachel (1453m)

 

Vom Gr. Rachel aus führt dann der Weg vorbei am Waldschmidthaus, dass sich zur Einkehr lohnt um sich für die Mühen ein Weissbier schmecken zu lassen.

www.waldschmidthaus.eu

 

Bei einer gemütlich Brotzeit kann man auch die Aussicht am Waldschmidthaus sehr genießen.

 

Beim Abstieg zum Gfäll Parkplatz kommt man an diesem kleinen Bächlein vorbei, wo man sich noch erfrischen kann.

 

Mit einem schönen Gedichtlein

 

Fazit : Für uns eine der Top-Touren im Bayrischen Wald. Man erlebt ein Stück Geschichte und ist sehr abseits von jeglicher Zivilisation. Die Hochmoore und die Schachten sind sehr beeindruckend, zudem hat man auch noch den zweit-höchsten Gipfel, dem Gr. Rachel in der Tasche. Man sollte aber doch gut auf den Beinen sein, denn mit 24km ist diese Tour doch relativ lang. Mit einer gemütlichen Brotzeit im Waldschmidthaus, kann man diese erlebnisreiche Tour toll ausklingen lassen.